Wie der „Jetzt kaufen“-Button Unternehmen herausfordert

US-amerikanische Plattformen, Start-ups und der E-Commerce-Bereich bringen aufgrund der fortschreitenden Globalisierung und des Outsourcens an externe Partner ordentlich Wind in die europäische Logistikbranche. „Heute bestellt, schnell geliefert“ spiegelt dabei nicht nur die Erwartungen der Kunden wider. Vielmehr haben sich führende Supply-Chain-Experten dieses Credo auf die Fahnen geschrieben. Möglich machen soll dies vor allem ein exzellentes Partner-Netzwerk.

Über 19 Milliarden Tonnen Güter wurden 2016 transportiert – das sind rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr, so die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (Fraunhofer SCS). Der Trend zum Online-Handel bleibt demnach ungebrochen – die Herausforderungen an durchgehende Trackinglösungen allerdings auch.

Mehr Zeit für das Kerngeschäft

Wer beispielsweise einen Online-Shop gründen will, braucht mehr als eine innovative Geschäftsidee, Kenntnisse im Webdesign und Wissen im Marketing. Um am internationalen Wettbewerb gute Chancen zu haben, benötigen Webstore-Gründer neben einem Kundencenter für mögliche Fragen und Reklamationen, einer Buchhaltung, die sich um steuerrechtliche sowie betriebswirtschaftliche Fragen kümmert, auch einen Logistikdienstleister, um die Ware zu verschicken.

Das muss nicht zwangsläufig unter einem Dach abgebildet werden. Denn: Wer einzelne Geschäftsprozesse auslagert, kann sich verstärkt auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Speziell im Zuge der Digitalisierung ist Outsourcing bei Unternehmen eine beliebte Maßnahme, um Geld und vor allem Zeit zu sparen.

Reibungslose Kommunikation unerlässlich

Doch Arbeitsbereiche auszulagern, scheint einfacher gesagt als getan. Wer erfolgreich outsourcen will, lebt von einer reibungslosen Kommunikation mit anderen Unternehmen. Permanente Absprachen über Wünsche, Anforderungen und Besonderheiten mit gleich mehreren externen Dienstleistern sind nicht nur herausfordernd, sondern unabdingbar.

Outsourcing heißt nämlich auch: Kontrollabgabe und Abhängigkeit von anderen Firmen. Wer spezielle Aufgabenbereiche und Prozesse – auch über Landesgrenzen hinweg – in die Hände anderer gibt, ist zwangsläufig von ihnen abhängig. So sind Qualitätsmängel oder Lieferverzögerungen beispielsweise zwei von vielen möglichen Folgen des Outsourcings.

Die Herausforderungen

Während sich immer mehr europäische Konsumgüter-Hersteller wie beispielsweise Ikea für das Auslagern von Geschäftsprozessen entscheiden, nimmt auch die weltweite Vermarktung zu. Start-ups mit innovativen Ideen, Modemarken und andere Bereiche suchen nicht nur national, sondern auch weltweit ihre Abnehmer. Außerdem versuchen auch zunehmend deutsche Händler auf dem internationalen E-Commerce-Markt Fuß zu fassen.

Dabei ist der grenzüberschreitende Online-Handel jedoch mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Das A und O ist eine einwandfreie Abwicklung komplexer Liefer- und Produktionsprozesse. Zudem kommt neben rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes ein ausgewähltes Zahlungsverfahren hinzu.

Ganz zu schweigen vom Handling der Gefahrengüter, des Transportschutzes und Zolls sowie der Versandzeit und -kosten. Dem Fraunhofer SCS zufolge befassen sich immer mehr Unternehmen mit einer durchgehenden Trackinglösung, um ihre Prozesse zu optimieren.

Vertrauen, Fairness und Stabilität – die Zukunft des SCM

Ein Lösungsansatz ist das Supply-Chain-Management – kurz SCM – das die Wertschöpfungs- sowie Lieferkette bis zum Endkunden prozessorientiert plant und steuert. Einer dieser Supply-Chain- und Fulfillment-Dienstleister ist das Unternehmen Rhiem, das Vertrauen, Fairness und Stabilität als Basis für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen definiert.

Die einstige Druckerei übernahm im Lauf der Zeit weitere Serviceleistungen, wie Anfang der 1990er Jahre die Lagerhaltung für Kunden und bot die Herstellung von Kunststoffverpackungen an. Heute unterstützt Rhiem seine Kunden unter anderem in den Bereichen Lagerung und Versand, Retourenabwicklung sowie in der Implementierung von IT-Lösungen und der Beschaffung von Ladenbaueinrichtungen.

Bereitschaft, sich an die Kundenbedürfnisse anzupassen

„Wenn es um Supply-Chain-Management geht, ist groß nicht gleich großartig“, sagt Dr. Thorsten Voigt, Direktor für Entwicklung und Vertrieb von Rhiem und spricht dabei die vergleichbar überschaubare Größe des Inhaber-geführten Unternehmens an. Viel wichtiger als Größe seien in der Branche Flexibilität, Geschwindigkeit und die Bereitschaft, sich an die Kundenbedürfnisse anzupassen, so Voigt.

Mit einer weltweiten „Allianz“ mittelständischer Dienstleister ist es Rhiem möglich, beispielsweise Lieferwege zu verkürzen und Produkte schneller am Markt anzubieten.

(Quelle: www.handelsblatt.com)